Die einzige Partei zur Re-Legalisierung von Cannabis

Wenn die Legalisierung von Cannabis – genau gesagt die Re-Legalisierung nach dem willkürlichen Verbot seit den 1930er-Jahren – Erfolg haben soll, dann wahrscheinlich nur mit uns. Von den Grünen und der FDP kommen Lippenbekenntnisse von Hinterbänklern, aber wenn man „an Ihren Taten soll man sie messen“ anwendet, haben sie nichts dergleichen in ihrer Zeit als Teil der Bundesregierung getan. Und sie werden es auch nicht tun. Dazu fehlt nicht nur der eigene politische Wille. Auch die Union und SPD sind als Seniorpartner einer Koalition extrem gegen die Re-Legalisierung. Auch wenn es von der SPD zaghafte Versuche in Richtung Entkriminalisierung gibt, so sehen wir noch keine Entspannung in diesem Bereich.

Die Grünen stellen zum Beispiel mit Dirk Behrendt den aktuellen Justizsenator von Berlin – und Cannabis-Konsumenten und Händler werden weiter vor Gericht gestellt. In Baden-Württemberg stellen sie den Ministerpräsidenten und stecken Kiffer und Händler ins Gefängnis. In den vielen Koalitionen auf Landesebene haben sie nie etwas für die Entkriminalisierung von Kiffern getan. Ebenso wenig für die Durchsetzung von Medizinal-Cannabis für Schmerzpatienten. Machen wir uns nichts vor: Von den Grünen ist hier rein gar nichts zu erwarten.

Die Linke hat auch einige Funktionäre und Mitglieder in ihren Reihen, die es fordern, aber auch hier gilt ebenfalls: An ihren Taten muss man sie messen. In keiner Landesregierung hat sie sich wirklich für die Re-Legalisierung eingesetzt. In den Landesregierungen in Berlin (zuletzt im Senat Wowereit 3) stellte sie einen Bürgermeister und 3 Senatoren – und hat alles mitgetragen, was die Cannabis-feindliche SPD politisch zu verantworten hat. Auch in den Koalitionen in Mecklenburg Vorpommern (Kabinett Ringstorff 1 ab 1998 und im Kabinett Ringstorff 2 bis 2006) tat die Linke rein gar nichts für Cannabis – nicht einmal für die Freigabe als Medikament an Schmerzpatienten, und nicht einmal für die Nutzpflanze Hanf. Heute stellt die Linke mit Bodo Ramelow sogar den Regierungschef in Thüringen – und die Entkriminalisierung von Cannabis ist überhaupt kein Thema.

Wen wundert es dass wir diese Situation ändern wollen?

partei legalisierung cannabis

Als Partei der Lösungen machen wir uns Gedanken um den Menschen und sein Wohlergehen, der immer im Mittelpunkt aller politischen Entscheidungen stehen soll und muss.

Verbotspolitik lehnen wir scharf ab

Ein wichtiger und integraler Punkt unseres Programms ist eine Drogenpolitik, die diese Bezeichnung auch verdient, denn die Erfahrung und die Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte haben überdeutlich gezeigt dass das Verbot von Drogen und die Kriminalisierung von Konsumenten kontraproduktiv, maximal schädlich und zum Teil sogar tödlich ist.

Drogen sind weitaus mehr Bestandteil unseres Alltages als den meisten Menschen bewusst ist.

Alle höheren Säugetiere (zu denen auch der Mensch gehört) haben ein Belohnungszentrum im Gehirn, das sich nicht überlisten lässt. Dies ist der Grund und Antrieb, der den Menschen Rausch und Ekstase suchen lässt. Es ist ein Teil der menschlichen Natur, den man wie das Verlangen nach Essen, Trinken und Sex auf Dauer nicht bzw. kaum unterdrücken kann.

Sind wir müde, trinken wir Kaffee, schwarzen Tee oder andere Getränke mit Koffein oder sonstigen aufputschenden Substanzen. Haben wir Schmerzen, greifen wir zu Schmerztabletten, darin befinden sich zumeist Substanzen die alles andere als gesund sein können (z. B. Diclofenac, Ibuprofen, Paracetamol, Aspirin etc.). Sind wir gelangweilt suchen wir Ablenkung und Unterhaltung in elektronischen Medien oder vertreiben die Zeit mit Spielen. Manche suchen Befriedigung im Essen, andere im Konsum von zuckerhaltigen Getränken oder sie trinken Alkohol.

Das sind grob gesagt legale Drogen, die bei Missbrauch auf die Dauer gesundheitlich fatal sein können. Und in ironisch-verdrehter Anlehnung an eine frühere Drogenbeauftragte (auf die aktuelle Drogenbeauftragte kommen wir noch zu sprechen) „ist es erlaubt weil es nicht verboten ist“.

Das bedeutet, dass Du Dich nach Herzenslust mit dem falschen Essen und Trinken, mit Tabak, Alkohol und Medikamenten schädigen kannst. Keiner bestraft Dich dafür. Ausser Dein Körper und Geist – mit dem Verlust Deiner Gesundheit.

Drogen können bei besonnenem Einsatz durchaus eine wertvolle Medizin sein, siehe den wirklich sehenswerten TV-Beitrag „Drogen als Medizin“ https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel—drogen-als-medizin-100.html

Das Fazit und die Erkenntnis daraus:

Die Prohibition ist nicht sinnvoll und die Verfolgung von Konsumenten „illegaler“ Drogen hat noch nie zu einem Rückgang des Konsums geführt. Zudem basiert die Prohibition auf dem inakzeptabel rassistischen Weltbild von Harry Anslinger, das irreführend und verlogen war. Und darauf gründet noch heute die aktuelle Drogenpolitik!

https://www.cannaconnection.de/blog/7217-harry-j-anslinger-15-lacherlichsten-zitate-uber-marihuana

https://loesungen.jetzt/wp-content/uploads/2019/01/partei-legalisierung-cannabis.jpg

Wege aus der Prohibition

Unsere Partei hat am 14.09.2019 beschlossen, dass der Konsum von „Drogen“ wie z. B. Cannabis eine Sache der Weltanschauung ist. Gemäß Artikel 4 (1) der Verfassung ist die Weltanschauung ein unverletzbares Grundrecht. Nach unserer Rechtsauffassung begeht der Staat mit der Verfolgung von Drogenkonsumenten extremes Unrecht. Sobald sich die Möglichkeiten ergeben, werden wir juristisch gegen die aus unserer Sicht illegale Prohibition vorgehen. Das BtmG ist nicht mehr zeitgemäß.

https://www.bundesverfassungsgericht.de/DE/Verfahren/Wichtige-Verfahrensarten/Verfassungsbeschwerde/verfassungsbeschwerde_node.html

Auszug aus dem Text: „….In Ausnahmefällen kann sich die Verfassungsbeschwerde unmittelbar gegen eine Rechtsnorm richten, die noch vollzogen werden muss, z.B. wenn ein Rechtsweg nicht existiert oder wenn das Durchschreiten des Rechtsweges unzumutbar wäre. Im Straf- oder Ordnungswidrigkeitenrecht ist dies regelmäßig der Fall, denn es kann von keiner Person verlangt werden, zunächst eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit zu begehen, um die Verfassungswidrigkeit der Norm im fachgerichtlichen Verfahren geltend machen zu können….“

Sollte sich ein(e) versierte(r) Anwalt/Anwältin (am besten kurz vor der Pensionierung) für diese Thematik engagieren wollen, so freuen wir uns über Kontaktaufnahme und einen gemeinsamen Weg.

Wir von der „Partei der Lösungen“ sind die einzige politische Hoffnung für die Re-Legalisierung. Wir treten für eine sofortige, rückwirkende Entkriminalisierung sowie kontrollierte Freigabe von Cannabis für Menschen über 18 Jahren ein. Menschen, die aufgrund des Besitzes von Cannabis strafrechtlich belangt wurden, sind umgehend zu rehabilitieren und zu entschädigen (Schadenersatz für beschlagnahmte Gegenstände sowie 100 Euro pro Hafttag). Das Justizsystem krempeln wir ganz erheblich um (siehe Programmübersicht unter „Justizsystem“). Polizei, Richter, Staatsanwaltschaften und Strafvollzug werden erheblich entlastet, wenn sie die unsinnige Jagd abblasen können.

Wenn es eine Hoffnung gibt, dann sind wir es – nicht nur bei diesem Thema (siehe Programmübersicht).

Cannabis im Straßenverkehr

Der Umgang mit Cannabis-Konsumenten und -Patienten muss auch im Fahrzeugverkehr drastisch geändert werden, es bedarf klarer Regeln die sowohl für die Konsumenten, aber auch Patienten Klarheit und Rechtssicherheit schaffen. Die gegenwärtige Praxis der von staatlicher Seite betriebenen maximalen Schädigung von Personen (man kann es nicht anders sagen), die mit Cannabis in Verbindung gebracht werden, ist ungerecht, unverhältnismäßig und aufgrund der extremen Ungleichbehandlung z. B. im Vergleich zu Alkohol mit einem rechtsstaatlich angemessenen Handeln nicht zu erklären.

Deswegen tritt die Partei der Lösungen  im Einklang mit fuehrerscheinkampagne.de für eine Überarbeitung der Regeln und Vorschriften dieses Themenbereichs ein.

Ganz klar ist: Unter Einfluss welcher Substanzen auch immer sollte man es grundsätzlich tunlichst vermeiden selbst zu fahren!

Unsere politische Initiative

Die Partei der Lösungen wurde gegründet, um ihre Themen möglichst effektiv in die Politik zu tragen und zu guter Letzt die Legalisierung durchzusetzen. Sowohl und vor allem für medizinische Zwecke aber auch als Genussmittel, Nutzpflanze, Lebensmittel und Rohstofflieferant.

Immer mehr Menschen wundern sich über die widersprüchliche Drogenpolitik Deutschlands – zum einen ist Alkohol (mit ca. 74000 Menschen, die an den Folgen des Alkoholmissbrauchs sterben) allseits akzeptiert – und völlig legal.  Zum anderen ist Cannabis  (ohne tödliche Nebenwirkungen) verboten – die einzig negative Nebenwirkung ist die harte Strafverfolgung mit weiteren Nebenwirkungen –  wie Verlust des Führerscheins, des Arbeitsplatzes und ungünstigenfalls sogar der Freiheit.  Und das für das Besitzen und Konsumieren einer Pflanze, die in vieler Weise sogar therapeutisch wirksam ist.

Das einzig illegale an Cannabis ist die Tatsache, dass es noch heute als illegal erklärt wird.

Nico Semsrott bringt es in einem Videoclip auf den Punkt: Drogenpolitik wird in Deutschland von Alkoholikern gemacht.

Bundesgesundheitsminister Spahn und das Oktoberfest

Zum Vergleich Alkohol vs. Cannabis meinte Jens Spahn, das könne man nicht vergleichen. Schließlich sei der Alkoholkonsum seit Jahrhunderten „kulturell eingeübt“ (Anmerkung der Redaktion: Cannabis ist seit Jahrtausenden Teil der Kultur). Zu Deutschlands größter offener Drogenszene – dem Oktoberfest – meinte Herr Spahn: „Ein Oktoberfest ohne Alkohol ist nicht vorstellbar.“ Darf man das als Legitimationmsversuch für Alkoholsucht bezeichnen?

Wir empfehlen Herrn Spahn und der gegenwärtig noch amtierenden Drogenbeauftragten Frau Daniela Ludwig (siehe unten), sich die alkoholisierten hilflosen Personen auf „München kotzt“ anzuschauen und dies einmal mit Cannabis zu vergleichen.

Trauerspiel „Drogenbeauftragte“

Im September 2019 wurde Daniela Ludwig (CSU) zur Nachfolgerin von Marlene Mortler ernannt (Frau Mortler erlangte im Mai 2019 einen glücklichen Listenplatz fürs Europa-Parlament und wird uns weiterhin tüchtig Steuergelder kosten).

Mit Daniela Ludwig sah es zunächst hoffnungsvoller aus – sie signalisierte anfänglich Dialogbereitschaft nach allen Seiten, hat sich jedoch den Anfangszauber mangels echter Dialogfähigkeit/bereitschaft nicht erhalten können und agiert inzwischen im Einklang mit der rückwärtsgerichteten, scharf-rechten CSU-Parteilinie.

Anmerkung: Aktuell existiert keine parlamentarische Mehrheit mehr für die Prohibition – diese wird nur noch von CDU/CSU und der AfD ins Feld geführt.

Es wäre also Zeit für die etablierten Parteien den Konsum von Drogen zumindest (!) zu entkriminalisieren.

Wie sieht es denn nun aus, liebe SPD, Linke, Grüne und FDP?

Seit Dezember 2019 entpuppte sich die aktuelle Drogenbeauftragte zunehmend als kommunikationsresistente Hardlinerin, gemeinsam mit der Deutschen Polizeigewerkschaft überlegte sie öffentlichkeitswirksam wie zukünftig mit Drogenkonsumenten umzugehen sei. Wir wissen nun deutlich dass in ihren Augen Kiffer entweder krank oder schwer kriminell sind – flankiert von einer willfährigen Polizeigewerkschaft die gerne das in Bayern ausgeübte Strafmaß in ganz Deutschland sähe. Hier ist anzumerken, dass sich die Polizei als Teil der Exekutive aus den Aufgaben von Legislative und Judikative herauszuhalten hat.

Würde sie ihren eigenen Argumenten folgen, müsste sie die Kriminalisierung auch bei Alkohol anwenden. Um es kurz zu machen: Ihren Kredit hat die aktuelle Drogenbeauftragte inzwischen gründlich verspielt.

Man kann sie auch über Twitter und Facebook anschreiben, (Daniela antwortet garantiert nicht, das kann ich nach unzähligen Kommentaren in Twitter und Facebook sagen) obwohl die Posts, Tweets und Kommentare in die Tausende gehen. Viel Spaß!

https://twitter.com/DaniLudwigMdB
https://www.facebook.com/daniela.ludwig.bundestag/

THC-haltiger Hanf

Hanf verkörpert Demokratie, jeder Mensch hat das Recht diese Pflanze zu nutzen – kein Gesetz dieser Welt kann Hanf verbieten. Hanf ist älter als die Menschheit und viel älter als jede Rechtsprechung.

Was wir erreichen wollen:

Jeder Erwachsene hat das Recht, an seinem Wohnort (falls noch nicht vorhanden) eine Cannabis-Genossenschaft (CG) zu gründen oder einer solchen beizutreten – ähnlich dem Vorbild der sogenannten „Cannabis Social Clubs“ in Spanien. Sie dienen nur insoweit kommerziellen Zwecken um sich kostendeckend finanzieren zu können. Das Gründungsprocedere sowie die Voraussetzungen sind hier anschaulich hinterlegt.

Das bedeutet, dass jede(r) Erwachsene (gegen Altersnachweis) Cannabis erwerben und unter bestimmten Voraussetzungen zum Eigenbedarf anbauen darf. Einen Eigenanbau zuhause wollen wir nicht verbieten, jedoch empfehlen wir den Anbau im Rahmen der CG – aus Gründen des Wissensaustausches ihrer Mitglieder sowie besserer, sicherer und kostengünstigerer Anbaumöglichkeiten.

Aufgaben der Cannabis-Genossenschaften

  • Information/Aufklärung/Beratung/Schulung: Grundsätzlich sollte sich jeder Mensch VOR dem Konsum von berauschenden Mitteln über deren Wirkungsweise ausgiebig informieren um falsch dosierten Konsum und/oder unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Die CG stellen hier die erforderliche Kompetenz zur Verfügung um effektive Aufklärungsarbeit betreiben zu können. Aufklärung über alle Aspekte ist notwendig, um Mißbrauch, Überdosierung und gesundheitliche Schäden weitestgehend zu vermeiden.

  • Anbau: Die CG betreiben (vorzugsweise biologisch/organisch) Anbau von Hanf und dürfen diesen in eigens gekennzeichneten angeschlossenen Ladenlokalen (auch mit Gastronomie) für Erwachsene zu günstigen, jedoch kostendeckenden Preisen abgeben. Die Produkte aus legalem Anbau sollen aus nachvollziehbaren Gründen deutlich preisgünstiger sein als Schwarzmarkterzeugnisse.

  • Kennzeichnung/Inhaltsangabe/Kontrolle: Die Erzeugnisse jeder CG sind stichprobenartig auf Schadstoffe (Pestizide, Fungizide etc.) zu untersuchen. Die maximal enthaltenen Inhaltsstoffe der jeweiligen Sorte sind durch Aushang im Ladenlokal zu benennen (wie z. B. die Sorte „Nova OG“, die einen THC-Gehalt bis zu 32% und bis zu 6% CBD aufweist).

  • Aufbau von Samenbanken: Aus dem riesigen, weltweit verfügbaren Genpool sollen die besten Sorten weiterentwickelt und unseren hiesigen klimatischen Verhältnissen angepaßt werden. Die CG bauen durch intensiven Erfahrungsaustausch untereinander und mit Züchtern weltweit das notwendige Wissen auf um allmählich immer bessere und spezialisiertere Sorten anbauen zu können.

  • Arbeitsplatz für Menschen, die von Drogenverurteilungen rehabilitiert wurden: Es ist nur gerecht, jemandem die Möglichkeit zu geben in der Branche legal zu arbeiten, in der er vorher kriminalisiert wurde. Was liegt näher einen Grower das tun zu lassen das er am besten kann?

THC-haltiger Hanf (medizinisch)

Medizinalhanf ist kein Wunder/Allheilmittel, es zeigt sich jedoch zunehmend, dass er eine durchaus ernstzunehmende Alternative oder Ergänzung bei sehr vielen Erkrankungen darstellt, für die die herkömmliche Medizin keine befriedigenden Lösungen bietet. Hanf ist auch ein sehr effektives Linderungsmittel bei zahlreichen mit Schmerzen und Mißempfindungen verbundenen Erkrankungen und wird daher in sehr vielen Fällen das Mittel der Wahl sein.

Pharmafirmen, aber auch Apotheken dürfen Cannabis bei CG´s erwerben um daraus z. B. hochwertige Konzentrate und sonstige Medikamente herzustellen.

Medizinisches Cannabis – sei es als Blüten oder sonstige Präparate – darf in Apotheken an Patienten abgegeben werden – auf Rezept, aber auch an Selbstzahler.

Die Partei der Lösungen wird mit den erheblichen finanziellen Mitteln ihres Steuersystems die Forschung und Entwicklung von hochwirksamen Medikamenten auf Basis dieser vielseitigen Nutz- und Heilpflanze voran bringen.

Nutzhanf

Wir als Partei der Lösungen haben Respekt vor der Natur und fühlen uns dem Schutz von Mensch, Tier und Umwelt verpflichtet.

Eine Patentierung von Lebensformen welcher Art auch immer lehnen wir ab. Wir befürworten Artenvielfalt für alle Lebensformen und Arten von Nutzpflanzen. Keinem Bauern soll der Anbau von bestimmten Sorten vorgeschrieben werden. Saatgut soll durch natürliche Zuchtmethoden weiterentwickelt werden und nicht durch chemischen Overkill sowie riskante gentechnische Manipulation.

Hanf ist eine nicht sonderlich anspruchsvolle Pflanze und ein Bodenverbesserer, sogar vergiftete Böden kann man mit Hanf sanieren. Hanf liefert uns Fasern für Werk- und Baustoffe sowie Textilien. Hanf gibt uns Wirkstoffe für Medizin und medizinische Anwendungen sowie als Genussmittel. Als Lebensmittel kann Hanf uns ein gesunder und preisgünstiger Nahrungsbestandteil sein.

Die Partei der Lösungen wird sich für eine Förderung von Forschung, Zuchtmethoden, sowie aller Technologien und Verfahren einsetzen, die auf der Basis mindestens organischer, idealerweise biologischen Bewirtschaftung funktionieren.

Es gilt, die weltweit inzwischen auf einige Tausend Sorten angewachsene Artenvielfalt zu erhalten und auszubauen.

Hanf soll ein integraler Bestandteil unserer Lebensweise in Landwirtschaft, Ernährung, Genussmittel, Pharmazie, Gesundheit, Industrie und Bekleidung sein, der uns von fossilen Rohstoffen weitestgehend unabhängig macht.

Die Partei der Lösungen wird landwirtschaftliche Betriebe, die Hanf in Deutschland anbauen, nach Kräften fördern und unterstützen. Zum Aufbau dieser Industrie wird die Partei der Lösungen alle finanziell verfügbaren Möglichkeiten nutzen.

Des weiteren wird die Partei der Lösungen Firmen die Produkte aus Hanf herstellen, auch über den Weg der Vermarktung und Kooperation bei und mit Cannabis-Genossenschaften fördern – die hier wie ein geschützter Markt funktionieren.

Gegenpol zum Legalisierungskapitalismus

Egal ob man Hanfaktivist oder Sympathisant ist, egal ob man in einer lokalen Gruppe ist oder bei der Partei der Lösungen – die derzeitigen Legalisierungen sind für all jene Länder, die noch nicht legalisiert haben, lehrreiche und zum Teil auch mahnende Beispiele.

Wenn man auf den nordamerikanischen Kontinent blickt, wird einem schnell klar, dass das große Geld der stark wachsenden Cannabis-Konzerne nicht unbedingt ein Segen ist: Mitbewerber mit weniger Kapitalkraft werden zur Seite gedrückt oder einfach übernommen, die Margen sinken. So mancher Cannabis-Bauer in den USA / Kanada ist derzeit sicher nicht glücklich über den Preisverfall, der aufgrund von aggressiven Investitionsstrategien des großen Geldes zu Überinvestitionen und Verdrängungswettbewerb geführt hat. Wobei die Verkaufspreise, die bei ca. 5 bis 9 Euro liegen – Quelle: https://kanadastisch.de/cannabis-in-kanada/ – nach wie vor zu hoch sind um „illegalen“ Anbau zu verhindern.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/kanada-justin-trudeaus-cannabis-politik-der-rausch-bleibt-aus-a-1302068.html

Zudem bedrohen Großunternehmen die Sortenvielfalt – ein besonderer Verdienst zahlreicher kleinerer Samenzüchter – die aus einigen wenigen Grundtypen und Landrassen buchstäblich tausende heute erhältlicher Cannabis-Sorten im Laufe der Zeit gezüchtet haben; zum Teil Pflanzen in einer Qualität und Potenz mit zum Teil sehr verschiedenen ausgeprägten Wirkungen, die vor wenigen Jahrzehnten noch ein ferner Wunschtraum der Grower waren.

Gewiß wird es der Cannabisindustrie des großen Geldes gelingen, einige neue Sorten zu züchten – allerdings wird diese Industrie alles daransetzen, „ihre“ Samen rechtlich zu schützen. Man denke z. B. an Saatguthersteller wie Bayer-Monsanto, die ihre Abnehmer diplomatisch ausgedrückt rechtlich betrachtet stark benachteiligen.

Als Hanfproduzent oder als Hanfkonsument (sei es zur Entspannung oder aus medizinischen Gründen) kann man eine solche Art der Kommerzialisierung nicht wollen. Zudem saugen letztendlich die großen Konzerne die gesamte Wertschöpfung ab und werden unweigerlich Automatisierung und Rationalisierung beim Anbau vorantreiben – so daß weniger Arbeitsplätze entstehen und längerfristig sehr wahrscheinlich sogar abgebaut werden.

Das Konzept der Cannabis Genossenschaften – geschützte Märkte, geschützter Konsum

Natürlich haben wir uns bei der Partei der Lösungen zum Thema Hanf und Re-Legalisierung viele Gedanken gemacht – die Erkenntnis war, immer wieder Wege und Lösungen zu suchen, die dieser Marktkonzentration einen Riegel vorschieben. Der effektivste Weg gegen solche Monopolisierungsprozesse ist ein geregelter Markt, der einen Teil der Wertschöpfung den Bürgern in die Hand gibt: Über den Weg der weiter oben angesprochenen regionalen/kommunalen „Cannabis Genossenschaften“ – sogenannte „CG´s“.

Die CG sind ein wenig auffälliger, jedoch immens wichtiger Punkt des drogenpolitischen Programms der Partei der Lösungen, denn sie bringen eine Reihe von Vorteilen für jene mit sich, die Cannabis züchten, genießen oder als Medizin wollen bzw. brauchen.

  • Regionale/Kommunale CG sind Schnittstelle, Forum und Marktplatz für Angebot und Nachfrage bei THC-haltigem Hanf. Sie sollen dezentral und eigenständig funktionieren und nicht Teil oder Filiale einer übergeordeten Organisation oder Firma sein. Es wird daher eines Tages in Deutschland tausende von eigenständigen Cannabis-Genossenschaften geben.

  • CG können von jedem Bürger gegründet werden, es sollten mindestens 3, besser jedoch 5 Personen sein um eine Genossenschaft gründen zu können. Davon unbenommen kann jeder auch zuhause anbauen, wobei die Kostenvorteile wohl so Manchen davon abhalten noch in teure Technik und Anlagen zu investieren und seinen ohnehin knappen Wohnraum zu verknappen. Eine Professionalisierung in Bezug auf Methodik, technische Ausstattung und räumliche Möglichkeiten ist durch die CG besser machbar.

  • CG stehen für Vielfalt und Individualität, denn dort können sich Grower spezialisieren, bestehende und bewährte Sorten nach Bedarf modifizieren und neue Strains züchten (vorzugsweise in Gewächshäusern), die besser an unser Klima angepasst sind und/oder differenzierte Wirkstoffprofile aufweisen.

  • CG sind sind aber auch Laden- und Gastronomielokale, in denen Erwachsene nach Belieben beste Hanfblüten einkaufen und auch konsumieren können.

  • CG sind eine Begegnungsstätte für Gleichgesinnte, sie haben daher auch eine wichtige soziale Funktion – sie bringen die Leute zusammen. In Zeiten der Vereinsamung vieler Menschen ein wirksames Gegenmittel und die Grundlage vieler neuer Freundschaften und Kontakte. Das echte Leben kann sehr viel reizvoller sein als die digitale Welt.

  • CG sind Wertschöpfung für die Bürger, sie dienen dem professionellen Anbau von THC-haltigem Hanf – nur dort können z. B. Pharmafirmen und Apotheken Hanfblüten zur Weiterverarbeitung für Medikamente und/oder Herstellung isolierter Bestandteile einkaufen (Nutzhanf kann von jedem landwirtschaftlichem Betrieb erzeugt werden, wird jedoch gesondert im Programm thematisiert)

  • CG sind Qualitätssicherung: Ungeprüft wird keine Pflanze an den Endverbraucher abgegeben, zudem sind CG beratungspflichtig. Das ist unbedingt notwendig, da nicht wenige moderne Züchtungen extrem hohe THC-Werte aufweisen und daher auch eine heftige Wirkung zeigen können. Der Genuß von Hanf soll sicher und angenehm sein – und nicht dazu führen dass man mit bleichem Gesicht und Unwohlsein weniger gute Stunden erlebt.

  • CG garantieren moderate, aber auch auskömmliche Preise – die dem Anwender nicht wehtun, der Genossenschaft hingegen ein wirtschaftliches Bestehen sowie weitere Investitionen ermöglichen (Die Gewächshausindustrie z. B. wird davon profitieren)

  • CG schaffen auch Arbeitsplätze, denn THC-Hanf ist arbeitsintensiv. Das weiss jeder, der selbst mal etwas am Start hatte.

  • CG sind auch eine Marktplattform – für andere Unternehmen der Cannabis-Branche, die dort im Rahmen von Kooperationen mit den jeweiligen CG ihre Güter an die zielgerichtete Kundschaft vermarkten können. Dies sind z. B. Hanftextilhersteller und Hanftextil-Händler. Firmen, die Hanflebensmittel herstellen oder verkaufen. Ausserdem örtliche Apotheken/Ärzte sowie eine Bezugsquelle für Pharmafirmen, die Cannabis-Medikamente herstellen und vertreiben wollen. Nicht zu vergessen die Zucht von Hanfsamen und nicht zuletzt an die CG angeschlossene Gastronomie als geschützte Örtlichkeit für Erwachsene, die dort in angenehmer Umgebung und unter Gleichgesinnten medizinieren bzw. konsumieren können.

  • Die Preisgestaltung der CG ist frei – wir können jedoch vernünftigerweise von Verkaufspreisen (Hanfblüten) in Höhe von 2,50 bis 3,50 Euro ausgehen. Versierte Grower wissen, dass man sein Kraut selbst in ökonomisch wenig effektiven Kleinanlagen zu Preisen von weniger als 1 Euro pro Gramm anbauen kann. Insbesondere in Gewächshäusern funktioniert dies hervorragend. Hanfblüten sind steuerfrei (!) – auf andere Cannabis-Produkte werden die üblichen Umsatzsteuersätze erhoben.

Man kann abschließend sagen, dass das Cannabis-Programm der Partei der Lösungen die Re-Legalisierung sehr liberal – lediglich mit zwei Einschränkungen und einer „Bedingung“ betreibt (Alter über 18 Jahre, Qualitätskontrolle erforderlich, Herstellung/Vertrieb in der CG verortet).

Soweit wir überblicken können, hat niemand sonst ein so weitgehend freiheitliches aber auch effektives Legalisierungsprogramm aufgelegt.

Es macht zum Beispiel wirklich keinen Sinn, die Zahl der Hanfpflanzen zu begrenzen – wie die meisten von uns wissen gibt es Pflanzen die klein bleiben und nur wenige Gramm abwerfen – bis hin zu wahren Ungetümen von drei oder vier Metern Höhe, die bis zu zwei oder drei Kilo bester Hanfblüten produzieren.

Sinnvoll hingegen ist es in jedem Fall, Cannabisfreundliche Strukturen und Infrastrukturen zu schaffen – betrieben von Menschen, die den Hanf lieben und zu Ihrer Weltanschauung gemacht haben.

Last but not least:

Die CG werden noch eine weitere wichtige Funktion haben, denn wir werden alle Drogen entkriminalisieren und in diesem Rahmen den Konsum bei gleichzeitiger gründlicher Aufklärung ermöglichen (nicht fördern!).

Klassische Cannabis Produkte wie Blüten, Haschisch, Kief gibt es gegen Altersnachweis (mindestens 18 Jahre) zu kaufen. Beratungspflichtig -insbesondere bei Erstkonsumenten muss über alle möglichen Nebenwirkungen gesprochen werden. CG-Mitglieder werden bei Engpässen bevorzugt. Ansonsten wird nicht limitiert. Das Personal ist berechtigt (auch bei allen anderen Drogen) die Ausgabe zu verweigern wenn der Kunde einen labilen, gesundheitlich angegriffenen oder offensichtlich kranken Eindruck macht. Wir wollen um Eurer selbst willen alles tun dass Ihr keinen Schaden erleidet.

Fortgeschrittene Cannabisprodukte mit hohen THC-Konzentrationen sind für alle beratungspflichtig, darunter fallen alle Konzentrate, Öle und Tinkturen. Wir wollen keinesfalls, dass sich jemand versehentlich zu viel zumutet.

Partydrogen (z. B. Amphetamine, Ecstasy und ähnliches) und psychedelische Drogen (Magic Mushrooms, LSD etc.) werden nur in 1x Dosen ausgegeben, sie sind beratungspflichtig und schulungspflichtig (Seminare über Risiken und Nebenwirkungen mit Zertifikat sind zwingend erforderlich!) Nur wer ein Zertifikat seiner CG vorweisen kann darf sich einen Trip kaufen.

Drogen, die mit schwerer Abhängigkeit in Verbindung gebracht werden, wie z. B. Crystal Meth, Crack, Heroin, Kokain dürfen ausnahmslos nur in gesonderten Ausgabe/Konsumräumen nach ärztlicher Untersuchung (!) ausgegeben werden – kostenlos auf Rezept, wir wollen den Teufelskreis des Dealens, der Beschaffungskriminalität sowie Beschaffungsprostitution durchbrechen!. Jedem Konsumenten solcher Substanzen wird nahegelegt, angebotene Hilfe zur Entwöhnung in Anspruch zu nehmen. Cannabis kann als Ausstiegsdroge eventuell wertvolle Dienste leisten.

Drugchecking wird in den CG angeboten wenn jemand Substanzen aus dubiosen Quellen besitzt (Es findet keinerlei Strafverfolgung statt, nur die Gesundheit zählt!)

Es versteht sich von selbst, dass ausserhalb der geschützten CG absolutes Werbeverbot für Substanzen aller Art gilt! Das ist eine sinnvolle Konzession die wir an die Gesellschaft machen müssen!

Abschließend bleibt zu sagen dass wir keine überregulierte Drogenpolitik wollen – sondern nur so weit wie nötig um Schadensrisiken für Konsumenten möglichst gering zu halten. Wir werden unser Programm dahingehend regelmässig überprüfen.

Dennoch liegt die Verantwortung bei Dir selbst – es ist Deine Gesundheit. Pass auf Dich auf und sei Dein bester Freund. Halte Deinen Konsum (in allen Dingen!) unter Kontrolle!

Herzliche Grüße,

Roland Kahl

Bundesvorsitzender der Partei der Lösungen